Archiv für den Monat: Juni 2011

Täglich Aspirin kann vor schwarzem Hautkrebs schützen

Dr. Kasten Facharzt, Hautarzt in Mainz

Dr. Kasten Facharzt, Hautarzt in Mainz

Dr. Kasten: Menschen die ihr für einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren täglich Aspirin eingenommen haben hatten ein 50 % geringeres Risiko ein Melanomzu entwickeln als Menschen die kein Aspirin eingenommen

haben. Eine Studie der Harvard Universität kam zu diesem Ergebnis. Andere Schmerzmittel, wie Ibuprofen hatten jedoch nicht diesen Effekt.

So schützen Sie sich richtig vor zuviel Sonne

Dr. Kasten: Viele Menschen haben schon bemerkt, dass das Sonnenlicht auch in Deutschland stärker wird und dass man es in der Mittagszeit kaum längere Zeit in der direkten Sonneneinstrahlung aushält. Die klimatischen Veränderung in unserer Umwelt führen zu einer verstärkten Lichteinstrahlung und zu mehr Lichtschäden an der Haut.

Warum führt das Sonnenlicht zu Hautschäden?
Dr. Kasten: Das Sonnenlicht besteht unter anderem aus UVA und UVB Licht. Beide Lichtanteile können Hautkrebs auslösen. UVA Licht führt außerdem zu Falten. Das UVB Licht ist für das Entstehen von Sonnenbränden verantwortlich. UVA und UVB Licht führen zu einem Schaden an der Erbsubstanz der Hautzellen, so dass die Zellen entarten können und bösartige Tumore entstehen.
Deshalb ist ein guter Lichtschutz dringend erforderlich.

Wie schütze ich mich vor Sonnenschäden?
Dr. Kasten: Am besten ist es, wenn man die Mittagssonne im Freien meidet und sich mit Textilien und mit einem Hut vor der Sonne schützt. Auf die unbekleidete Haut wird eine Sonnenschutzcreme aufgetragen. Eine gute Sonnenschutzcreme muss vor UVA Licht und vor UVB Licht schützen.

Welchen Lichtschutz soll ich verwenden?
Dr. Kasten: Man unterscheidet organische Lichtschutzfaktoren und physikalische
Lichtschutzmittel. Nano-Partikel in physikalischen Sonnenschutzcremes, die als Titandioxid oder Zinkoxid vorhanden sind, durchdringen die Haut nicht und sind gemäß einer Einschätzung der Gesundheitsbehörden unbedenklich. Auch die in Deutschland zugelassenen organischen Lichtschutzfilter sind als sicher von den Behörden getestet. Kinder und Erwachsene sollten einen Lichtschutzfaktor zwischen 30 und 50 verwenden. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihren passenden Lichtschutzfaktor ermitteln.
Babys unter sechs Monaten sollten der direkten Sonne gar nicht ausgesetzt werden.

Wieviel Sonnenschutzcreme muß ich auftragen?
Dr. Kasten: Die Menge, die für einen guten Sonnenschutz erforderlich ist, liegt bei etwa 20-30 ml für eine durchschnittlich große Person. Alle 2 Stunden und nach dem Schwimmen sollte der Lichtschutz erneut aufgetragen werden, selbst wenn der Lichtschutzfaktor als „wasserfest“ gekennzeichnet ist.

Kann man aus einem Pigmentmal eine Probe nehmen, ohne dass es bösartig wird?

Dr. Kasten: man kann aus einem Hautmal gefahrlos eine Probe entnehmen, ohne dass dadurch eine Entartung eintritt. Es ist sogar möglich aus einem Hautkrebs, auch aus einem schwarzen Hautkrebs (Melanom) eine Probe zu entnehmen, ohne dass dadurch das Risiko von Absiedelungen ansteigt. Dies wurde in großen wissenschaftlichen

Dr. Kasten Facharzt, Hautarzt in Mainz

Dr. Kasten Facharzt, Hautarzt in Mainz

Untersuchungen belegt.

Jedes Gewebe wird von Blut durchflossen, sonst würde es absterben. Dies ist natürlich auch bei einer Krebsgeschwulst so. Eine Absiedelung von Tumorzellen kommt erst zustande, wenn der Tumor bestimmte biologische Eigenschaften entwickelt hat, die den Zellen die Fähigkeit geben sich ab zu siedeln.

Bekomme ich mehr Pigmentmale, wenn ich welche entfernen lasse?

Dr. Kasten: diese Sorge ist unbegründet. Wenn ein Hautmal vollständig entfernt wird, wird es nicht wieder auftreten. Es ist auch nicht so, dass wegen einer Entfernung eines Hautmal an anderer Stelle mehr Hautmale auftreten.

Was hilft bei Pigmentflecken im Gesicht?

Dr. Kasten: Nicht selten treten bei Frauen im Bereich der Stirne, an den Wangen und am Kinn dunkel pigmentiertes Flächen auf. Man nennt diese Hautveränderung Melasma oder Chloasma. Verursacht werden diese Veränderungen durch UV Licht der Sonne oder des Solariums, wenn die Pigmentzellen der Haut (Melanozyten) stimuliert werden. Die Bereitschaft, ein Melasma zu entwickeln steigt an, wenn Östrogen-haltige Medikamente, wie zum Beispiel die Antibabypille eingenommen werden.

Außer der Meidung des UV Lichtes können die verstärkten Pigmentierungen mit Cremes oder mit Laser behandelt werden. Wirksame Inhaltsstoffe von Cremes sind Hydrochinon, Azelainsäure oder Fruchtsäuren in chemischen Peelings. Diese Behandlungen erfolgen oft über einen Zeitraum von vielen Wochen, bis ein Erfolg zu sehen ist.
Einen schnelleren Effekt kann man mit einer Laserbehandlung erreichen. Hier werden fraktionierte Laser oder IPL-Lichtquellen mit Erfolg eingesetzt. Es ist ganz wichtig, dass während einer Behandlung der Pigmentierungen ein konsequenter Lichtschutz mit Sunblocker erfolgt. Das Solarium sollte natürlich auch gemieden werden.

Schwitzen Botox

Wie funktioniert die Behandlung von Schwitzen mit Botox?

Die Behandlung des übermäßigen Schwitzens mit Botox erfolgt ganz ausgewählt nur an den Schweißdrüsen. Man kann mit einer speziellen Untersuchungsmethode die Region abgrenzen, die übermäßig schwitzt. Da sich Botox nur in einem Radius von ca. 0,5 cm verteilt, wird das Arzneimittel an mehreren Punkten verteilt. Die Behandlung selbst ist mit einer speziell von uns entwickelten Methode sehr komfortabel.

Wie sicher ist eine Behandlung von Schwitzen mit Botox?

Das Arzneimittel Botox ist seit über 30 Jahren unter medizinischer Beobachtung und wird seit vielen Jahren Zur Behandlung des übermäßigen Schwitzens zu eingesetzt. Erst kürzlich hat die amerikanische Gesundheitsbehörde (FDA) festgestellt, dass die Behandlung des übermäßigen Schwitzens mit Botox und die kosmetische Anwendung von Botox zur Faltenbehandlung sicher ist.

Wie ist das Ergebnis einer Behandlung von Schwitzen mit Botox?

Nach 3-5 Tagen beginnt die Wirkung von Botox auf das übermäßige Schwitzen. Das Medikament Botulinumtoxin verhindert die Übertragung des nervlichen Impuls auf die Schweißdrüsen für eine Dauer von bis zu 6-9 Monaten. Meist gelingt es bis zu 95 % aller Schweißdrüsen daran zu hindern, zu schwitzen oder Schweiß zu produzieren. Die nervlichen Impulse von zum Beispiel Gefühl (Sensibilität) werden nicht beeinflusst. Man kann eine Behandlung des übermäßigen Schwitzens mit Botox beliebig oft wiederholen. Eine Behandlung des übermäßigen Schwitzens mit Botox kann in den Achseln, an der Stirn oder im Nacken sowie an den Händen und Füßen erfolgen.