Archiv für den Monat: Juli 2016

FraxPDT: Hautkrebs- Behandlung mit fraktioniertem Laser und PDT

Ein neues und wirksames Verfahren zur Behandlung von  Vorstufen von hellem Hautkrebs und oberflächlichen Basaliomen (Basalzellkarzinome)

Zusammenfassung: Die Photodynamische Therapie (PDT) wird seit vielen Jahren erfolgreich zur Behandlung von Vorstufen
des hellen Hautkrebs (Morbus Bowen, aktinische Keratosen oder Präkanzerosen) und zur Behandlung von oberflächlichen Basalzellkarzinomen eingesetzt.

Aktinische Keratosen, Basalzellkarzinome

Hautkrebsvorstufen und oberflächliche Basaliome befallen die Oberhaut

Jetzt wurde diese Methode verbessert und intensiviert. Durch eine Vorbehandlung der betroffenen Hautstellen mit einem fraktionierten Laser kann eine bessere Aufnahme des PDT-Arzneimittels erreicht werden. So kann die Anzahl der Behandlungssitzungen der PDT  bis zur klinischen Abheilung reduziert werden.

In unserer Praxis nennen wir die Laser-verstärkte photodynamische Therapie „FraxPDT“. Dieser Begriff ist zusammengesetzt aus fraktionierter Laserabtragung (Frax) und photodynamischer Therapie (PDT).

Vorteile: intensivere Wirkung, weniger Behandlungen erforderlich, geringerer Zeitaufwand, weniger Ausfallzeit, keine Exzision und Naht

Nachteile: häufigeres Auftreten von helleren Behandlungsstellen als bei der konventionellen PDT, längere Abheilungszeit meist innerhalb von 2 Wochen

Wie funktioniert die photodynamische Therapie (PDT)?

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Was tun bei einem Sonnenbrand?

Sonnenbrand- ein Warnsignal

Ein Sonnenbrand ist immer ein Zeichen einer zu starken UV-Bestrahlung der Haut. Das Sonnenlicht enthält sowohl UVA als auch UVB Strahlung. Beide UV- Spektren verursachen Hautkrebs. Die UVA- Strahlung, die in Solarien eingesetzt wird läßt die Haut altern, macht aber im Gegensatz zur UVB- Strahlung. keinen Sonnenbrand.  UVA wird nicht durch Wolken oder Glas gefiltert, so daß über 90% der UV Strahlung auf der Erde aus UVA besteht.

Was genau passiert?

Sonnenbrand - ein Warnzeichen der Haut

Sonnenbrand – ein Warnzeichen der Haut

Man unterscheidet zwischen Sofortwirkungen und Spätfolgen der UV Bestrahlung. Ein Sonnenbrand zählt zu den Soforteffekten der UV Strahlung. Ein Sonnenbrand tritt meist 3-4 Stunden nach der Belichtung auf und erreicht seinen Höhepunkt nach etwa 24 Stunden. Das UV-B Licht wird direkt von der Erbsubstanz, der DNS, aufgenommen. Vor allem durch die UVB- Strahlung entsteht Verklebungen der Erbsubstanz in den Hautzellen (sogenannte Thymin-Dimere). Jetzt setzen Reparatur- und Schutzmechanismen ein, die die Verklebungen lösen oder das Absterben der geschädigten Zellen einleiten. Diese Reaktionen des Körpers nehmen wir als Entzündung wahr. Wenn die abgestorbenen Zellen abgestoßen werden, zeigt sich eine Schuppung der Haut. Oft reagiert die Haut zusätzlich mit einer Aktivierung der Pigmentbildung um das schädliche UV-Licht zu filtern und die Hautzellen zu schützen.

Warum ist ein Sonnenbrand gefährlich?

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Welche Sonnencreme und welchen UV-Filter soll ich verwenden?

Was für verschiedene UV-Filter gibt es bei Sonnencremes (mineralisch/chemisch) und wie wirken sie?

Sonnencremes mit UV-Filter werden zum Schutz vor einem Sonnenbrand eingesetzt. Hierbei finden zwei Wirkprinzipien Anwendung. Zum einen kann das UV-Licht zurückgestrahlt werden. Dies geschieht durch mineralische Filter, wie zum Beispiel Titanoxid. Der zweite Schutzmechanismus beruht auf der Umwandlung der Lichtenergie in Wärme. Dies erfolgt durch die chemischen Filter.

Zusätzlich kann ein Extrakt des Farns „Polypodium leucotomos“ in Kombination mit Lichtschutzcremes vor Lichtschäden schützen.

Welchen UV-Filter empfehlen Sie ?

Welche Sonnencreme mit UV-Filter?

Sonnencremes mit einem chemische oder physikalischen UV-Filter schützen die Haut

Wir empfehlen unseren Patienten einen Lichtschutzfaktor zwischen 30 und 50. Der Lichtschutz sollte sowohl das UV-A als auch das UV-B Spektrum abdecken. Der Lichtschutz gegen UV-A ist bei den meisten Sonnenschutzmittel geringer als UV-B. Die Lichtsschutzcreme sollte 40 bis 80 Minuten wasserfest sein. Dies gibt auch im Wasser und beim Schwitzen einen UV-Schutz.

Moderne chemische Filter oder physikalische Filter sind gleichermaßen geeignet die Haut zu schützen. Von den physikalischen Filtern gibt es inzwischen mikronisierte Zubereitungen, die keinen weißen Film auf der Haut zurücklassen.

Was sind die Nachteile/Auswirkungen von chemischen UV-Filtern? (sind chemische UV Filter wirklich so schlecht wie ihr Ruf?)

Ältere chemische UV-Filtern konnten im Blut nachgewiesen werden, wenn sie häufig und in hoher Konzentration aufgetragen wurden. Es gab Überlegungen, daß diese Filter dann selbst krebserregend sein könnten. Dies wurde jedoch beim Menschen nicht nachgewiesen. Vor Jahren wurde im Labor eine Hormonwirkung von chemischen Filtern gefunden. Bisher gibt es jedoch keine Nachweise, daß chemische UV-Filter den Hormonhaushalt beim Menschen krankhaft stören.

Woran erkennt man möglichst schnell eine unbedenkliche Sonnencreme? Weiterlesen