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Rekonstruktion eines Nasen-Wangen-Defektes mit einer kombinierten Lappenplastik Reconstruction of Nose and Cheek Defect with a Combined Flap

Nach der Exzision von Gesichtstumoren können Wunden resultieren, die sich auf mehrere ästhetische Einheiten ausdehnen. Bei solchen kombinierten Defekten empfiehlt es sich, zunächst die plastische Deckung für jede einzelne ästhetische Zone zu planen und daraus dann ein Gesamtkon- zept für den Wundverschluss zu entwickeln. Dadurch gelingt es meist, die kosmetisch wichtigen Grenzen zwischen den einzelnen ästhetischen Einheiten wiederherzustellen. Anhand einer Defektdeckung an Nasenflügel, Wange und Oberlippe wird dieses Vorgehen erläutert.

Im Gesicht werden sechs ästhetische Einheiten voneinander abgegrenzt. Diese Zonen werden aufgrund ihrer Hautdicke, der Lichtreflektion, ihrer Elastizität sowie aufgrund der darunter liegenden Strukturen voneinander unterschieden. Man teilt das Gesicht demzufolge ein in die Stirnregion, in die periorbitale Zone, in die Nase, in die periorbitale Region, in die Wangen und die Kinnzone. Inzisionen sollten in den Hautspaltlinien möglichst in die Grenzen zwischen den ästhetischen Einheiten gelegt werden, damit die Narben weniger auffallen. Zudem hat es sich bewährt, Wunden mit Haut aus derselben ästhetischen Einheit zu verschließen, da dieses Gewebe das entfernte am besten hin- sichtlich Textur, Dicke und Farbe ersetzt. Wenn dies nicht mög- lich ist, sollte eine Nahlappenplastik mit Haut aus einer benachbarten ästhetischen Einheit zum Wundverschluss verwendet werden. Im vorgestellten Fall war die differenzierte Operationsplanung für jede einzelne kosmetische Einheit unter Beachtung der Zonengrenzen ausschlaggebend für den Operationserfolg.

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Basaliome- welche Risikofaktoren beeinflussen die Entstehung?

Basaliom an der Nasenseite

Basaliom an der Nasenseite

Bei Basaliomen oder Basalzellkarzinomen handelt es sich eine Form des hellen Hautkrebs. Diese Tumoren zeigen sich als rötliche oder glasige Knötchen, manchmal auch als rötlich schuppende Hautstellen. In unserer Praxis behandeln wir viele Patienten mit Basaliomen. Je nach Ausprägung des Basalioms können zur Behandlung operative oder auch nicht operative Behandlungen angewendet werden, wie die Belichtung mit der photodynamischen Therapie (PDT).

Was erhöht das Risiko an einem Basaliom zu erkranken?
Eine im Juli diesen Jahres veröffentlichte Studie ging genau dieser Frage nach und kam zu folgenden Ergebnissen.
Patienten, die bereits einmal an einem Basaliom erkrankt waren, haben im Vergleich zu Patienten, die diese Form des hellen Hautkrebs noch nicht hatten, ein erhöhtes Risiko. Außerdem zeigte sich, dass ein höheres Alter das Auftreten der Erkrankung begünstigt.

Auch die Empfindlichkeit der Haut gegenüber Sonneneinstrahlung ist ein wichtiger Faktor: Hat in frühen Jahren eine Schädigung der Haut durch Sonnenstrahlen stattgefunden, begünstigt dies die Entwicklung eines Basalioms.

Zum ersten Mal wurde nun auch ein Ekzem- Leiden (zu Deutsch auch Juckflechte) mit der Entstehung des Basalioms in Verbindung gebracht und als Risikofaktor für die Erkrankung genannt.

Die Studie beschränkte sich auf die Bereiche des Gesichts und der Ohren, die Ergebnisse können also nicht ohne weiteres auf andere Körperregionen übertragen werden.

Quelle: Journal of Investigative Dermatology

Brillen schützen vor Basaliomen

Forscher fanden jetzt heraus, dass das Tragen von Brillen vor Basaliomen im Augenwinkel schützt. Basaliome sind eine besondere Form des hellen Hautkrebs. Gerade im Augeninnenwinkel ist eine operative Entfernung eines Basalioms oft schwierig, da in der Nähe die Tränengänge und viele Blutgefäße verlaufen. Gerade deshalb ist es natürlich besonders wichtig die Entstehung eines Basalioms zu verhindern.

Das Risiko ein Basaliom im Augeninnenwinkel zu entwickeln wurde durch das Tragen einer Brille um fast 75 % reduziert. Vor allem Kurzsichtige profitierten nach dieser Studie von ihrer Brille. Die Forscher vermuteten, dass der UV Schutz der Gläser und des Brillengestells für diese positive Effekte verantwortlich ist.
Resende M et al. JEADV 2012,26:828

Kaffee trinken kann Basaliomen (Basalzellkarzinome) vorbeugen

Wer drei Tassen Koffein-haltigen Kaffee am Tag trinkt kann sein Risiko verringern, eine Form des hellen Hautkrebs (Basaliom) zu entwickeln. Forscher an „Women’s Hospital and Harvard Medical School“ fanden heraus, dass Frauen ein 20 %  geringeres und Männer ein 9 % niedrigeres Risiko hatten, ein Basaliom zu entwickeln als Menschen, die weniger als eine Tasse Kaffee im Monat tranken.

Der Kaffeegenuss hatte jedoch keinen Einfluss darauf, ob die Patienten ein Melanom oder ein Plattenepithelkarzinom der Haut entwickelten.