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Vitamin D – das sollten Sie wissen

Vitamin D-Mangel durch Sonnenmangel?

Vor kurzem sorgte eine Untersuchung in den USA für Aufsehen. Nur 20 Prozent einer Gruppe von Footballspielern der National Football League hatten normale Vitamin D – Werte. Diese Spieler hatten deutlich weniger Verletzungen als ihre Kameraden, die zuwenig Vitamin D aufwiesen.
Ein Vitamin D-Mangel wird von den Betroffenen oft nicht bemerkt. Das ist gefährlich, den ein Mangel an dem lebenswichtigen Vitamin D kann zu bedrohlichen Schäden führen.
Bei Kindern zeigt sich als Folge einer starken Unterversorgung eine Rachitis, bei der die Skelettknochen langsam und krumm wachsen.
Bei Erwachsenen können Muskel- und Gelenkschmerzen oder sogar ein Mineralverlust des Knochens auftreten.
Vitamin D3 ist in Fischfett enthalten oder wird in der Haut unter dem Einfluss von Sonnenlicht hergestellt. Vitamin D2 wird aus Hefen gewonnen und kann als Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden.
Um einen normalen Blutspiegel an Vitamin D zu erhalten sollten 1000 IU (Internationale Einheiten) pro Tag zugeführt werden.

Wer leidet unter einem Vitamin D- Mangel?

Dr. med. Kasten: In medizinischen Untersuchungen zeigte sich, dass nicht nur ältere und pflegebedürftige Menschen über zu wenig Vitamin D verfügen, sondern auch junge Menschen und ansonsten Gesunde.

Vor welchen Krankheiten schützen volle Vitamin D -Speicher?

Dr. med. Kasten: Menschen, die über ausreichend Vitamin D verfügen stürzen seltener und leiden weniger unter Knochenbrüchen. Aufsehen erregende Studien haben gezeigt, dass Vitamin D Mangel das Risiko für Brust-, Prostata- und Dickdarmkrebs ansteigen lässt.

Außerdem finden sich Hinweise, dass Vitamin D vor Diabetes schützen kann.

Wie entsteht ein Vitamin D-Mangel?

Dr. med. Kasten: Zu wenig Sonnenlicht und Störungen bei der Aufnahme von Vitamin D führen am häufigsten zu einem Vitamin D Mangel.

Wie diagnostiziert man einen Vitamin D Mangel?

Dr. med. Kasten: Man kann die Menge des im Körper vorhandenen Vitamin D bei einer einfachen Blutuntersuchung bestimmen. Die Werte des 25 Hydroxyvitamin D sollten zwischen 30 und 60 ng/ml liegen.

Sonnenlicht ist also wichtig für unsere Gesundheit aber natürlich kann Sonnenlicht auch Hautkrebs verursachen. Wie soll man sich also verhalten?

Dr. med. Kasten: Wir empfehlen eine Hautuntersuchung, um festzustellen ob gefährliche Hautmale vorliegen. Kontrollbedürftige Hautmale können mit dem Computerscan dokumentiert werden, so dass Veränderungen sicher zu erkennen sind. Wenn keine gefährlichen Hautmale vorliegen, kann eine Besonnung im Rahmen der natürlichen Eigenschutzzeit oder mit dem erforderlichen Lichtschutzfaktor erfolgen. Sinnvoll ist auch die Bestimmung des Vitamin D- Spiegels um einen Mangel ggf. auch mit Vitamin D- Tabletten zu beheben.

So schützen Sie sich richtig vor zuviel Sonne

Dr. Kasten: Viele Menschen haben schon bemerkt, dass das Sonnenlicht auch in Deutschland stärker wird und dass man es in der Mittagszeit kaum längere Zeit in der direkten Sonneneinstrahlung aushält. Die klimatischen Veränderung in unserer Umwelt führen zu einer verstärkten Lichteinstrahlung und zu mehr Lichtschäden an der Haut.

Warum führt das Sonnenlicht zu Hautschäden?
Dr. Kasten: Das Sonnenlicht besteht unter anderem aus UVA und UVB Licht. Beide Lichtanteile können Hautkrebs auslösen. UVA Licht führt außerdem zu Falten. Das UVB Licht ist für das Entstehen von Sonnenbränden verantwortlich. UVA und UVB Licht führen zu einem Schaden an der Erbsubstanz der Hautzellen, so dass die Zellen entarten können und bösartige Tumore entstehen.
Deshalb ist ein guter Lichtschutz dringend erforderlich.

Wie schütze ich mich vor Sonnenschäden?
Dr. Kasten: Am besten ist es, wenn man die Mittagssonne im Freien meidet und sich mit Textilien und mit einem Hut vor der Sonne schützt. Auf die unbekleidete Haut wird eine Sonnenschutzcreme aufgetragen. Eine gute Sonnenschutzcreme muss vor UVA Licht und vor UVB Licht schützen.

Welchen Lichtschutz soll ich verwenden?
Dr. Kasten: Man unterscheidet organische Lichtschutzfaktoren und physikalische
Lichtschutzmittel. Nano-Partikel in physikalischen Sonnenschutzcremes, die als Titandioxid oder Zinkoxid vorhanden sind, durchdringen die Haut nicht und sind gemäß einer Einschätzung der Gesundheitsbehörden unbedenklich. Auch die in Deutschland zugelassenen organischen Lichtschutzfilter sind als sicher von den Behörden getestet. Kinder und Erwachsene sollten einen Lichtschutzfaktor zwischen 30 und 50 verwenden. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihren passenden Lichtschutzfaktor ermitteln.
Babys unter sechs Monaten sollten der direkten Sonne gar nicht ausgesetzt werden.

Wieviel Sonnenschutzcreme muß ich auftragen?
Dr. Kasten: Die Menge, die für einen guten Sonnenschutz erforderlich ist, liegt bei etwa 20-30 ml für eine durchschnittlich große Person. Alle 2 Stunden und nach dem Schwimmen sollte der Lichtschutz erneut aufgetragen werden, selbst wenn der Lichtschutzfaktor als „wasserfest“ gekennzeichnet ist.