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Welche Sonnencreme und welchen UV-Filter soll ich verwenden?

Was für verschiedene UV-Filter gibt es bei Sonnencremes (mineralisch/chemisch) und wie wirken sie?

Sonnencremes mit UV-Filter werden zum Schutz vor einem Sonnenbrand eingesetzt. Hierbei finden zwei Wirkprinzipien Anwendung. Zum einen kann das UV-Licht zurückgestrahlt werden. Dies geschieht durch mineralische Filter, wie zum Beispiel Titanoxid. Der zweite Schutzmechanismus beruht auf der Umwandlung der Lichtenergie in Wärme. Dies erfolgt durch die chemischen Filter.

Zusätzlich kann ein Extrakt des Farns „Polypodium leucotomos“ in Kombination mit Lichtschutzcremes vor Lichtschäden schützen.

Welchen UV-Filter empfehlen Sie ?

Welche Sonnencreme mit UV-Filter?

Sonnencremes mit einem chemische oder physikalischen UV-Filter schützen die Haut

Wir empfehlen unseren Patienten einen Lichtschutzfaktor zwischen 30 und 50. Der Lichtschutz sollte sowohl das UV-A als auch das UV-B Spektrum abdecken. Der Lichtschutz gegen UV-A ist bei den meisten Sonnenschutzmittel geringer als UV-B. Die Lichtsschutzcreme sollte 40 bis 80 Minuten wasserfest sein. Dies gibt auch im Wasser und beim Schwitzen einen UV-Schutz.

Moderne chemische Filter oder physikalische Filter sind gleichermaßen geeignet die Haut zu schützen. Von den physikalischen Filtern gibt es inzwischen mikronisierte Zubereitungen, die keinen weißen Film auf der Haut zurücklassen.

Was sind die Nachteile/Auswirkungen von chemischen UV-Filtern? (sind chemische UV Filter wirklich so schlecht wie ihr Ruf?)

Ältere chemische UV-Filtern konnten im Blut nachgewiesen werden, wenn sie häufig und in hoher Konzentration aufgetragen wurden. Es gab Überlegungen, daß diese Filter dann selbst krebserregend sein könnten. Dies wurde jedoch beim Menschen nicht nachgewiesen. Vor Jahren wurde im Labor eine Hormonwirkung von chemischen Filtern gefunden. Bisher gibt es jedoch keine Nachweise, daß chemische UV-Filter den Hormonhaushalt beim Menschen krankhaft stören.

Woran erkennt man möglichst schnell eine unbedenkliche Sonnencreme? Weiterlesen

Vitamin D – das sollten Sie wissen

Vitamin D-Mangel durch Sonnenmangel?

Vor kurzem sorgte eine Untersuchung in den USA für Aufsehen. Nur 20 Prozent einer Gruppe von Footballspielern der National Football League hatten normale Vitamin D – Werte. Diese Spieler hatten deutlich weniger Verletzungen als ihre Kameraden, die zuwenig Vitamin D aufwiesen.
Ein Vitamin D-Mangel wird von den Betroffenen oft nicht bemerkt. Das ist gefährlich, den ein Mangel an dem lebenswichtigen Vitamin D kann zu bedrohlichen Schäden führen.
Bei Kindern zeigt sich als Folge einer starken Unterversorgung eine Rachitis, bei der die Skelettknochen langsam und krumm wachsen.
Bei Erwachsenen können Muskel- und Gelenkschmerzen oder sogar ein Mineralverlust des Knochens auftreten.
Vitamin D3 ist in Fischfett enthalten oder wird in der Haut unter dem Einfluss von Sonnenlicht hergestellt. Vitamin D2 wird aus Hefen gewonnen und kann als Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden.
Um einen normalen Blutspiegel an Vitamin D zu erhalten sollten 1000 IU (Internationale Einheiten) pro Tag zugeführt werden.

Wer leidet unter einem Vitamin D- Mangel?

Dr. med. Kasten: In medizinischen Untersuchungen zeigte sich, dass nicht nur ältere und pflegebedürftige Menschen über zu wenig Vitamin D verfügen, sondern auch junge Menschen und ansonsten Gesunde.

Vor welchen Krankheiten schützen volle Vitamin D -Speicher?

Dr. med. Kasten: Menschen, die über ausreichend Vitamin D verfügen stürzen seltener und leiden weniger unter Knochenbrüchen. Aufsehen erregende Studien haben gezeigt, dass Vitamin D Mangel das Risiko für Brust-, Prostata- und Dickdarmkrebs ansteigen lässt.

Außerdem finden sich Hinweise, dass Vitamin D vor Diabetes schützen kann.

Wie entsteht ein Vitamin D-Mangel?

Dr. med. Kasten: Zu wenig Sonnenlicht und Störungen bei der Aufnahme von Vitamin D führen am häufigsten zu einem Vitamin D Mangel.

Wie diagnostiziert man einen Vitamin D Mangel?

Dr. med. Kasten: Man kann die Menge des im Körper vorhandenen Vitamin D bei einer einfachen Blutuntersuchung bestimmen. Die Werte des 25 Hydroxyvitamin D sollten zwischen 30 und 60 ng/ml liegen.

Sonnenlicht ist also wichtig für unsere Gesundheit aber natürlich kann Sonnenlicht auch Hautkrebs verursachen. Wie soll man sich also verhalten?

Dr. med. Kasten: Wir empfehlen eine Hautuntersuchung, um festzustellen ob gefährliche Hautmale vorliegen. Kontrollbedürftige Hautmale können mit dem Computerscan dokumentiert werden, so dass Veränderungen sicher zu erkennen sind. Wenn keine gefährlichen Hautmale vorliegen, kann eine Besonnung im Rahmen der natürlichen Eigenschutzzeit oder mit dem erforderlichen Lichtschutzfaktor erfolgen. Sinnvoll ist auch die Bestimmung des Vitamin D- Spiegels um einen Mangel ggf. auch mit Vitamin D- Tabletten zu beheben.

So schützen Sie sich richtig vor zuviel Sonne

Dr. Kasten: Viele Menschen haben schon bemerkt, dass das Sonnenlicht auch in Deutschland stärker wird und dass man es in der Mittagszeit kaum längere Zeit in der direkten Sonneneinstrahlung aushält. Die klimatischen Veränderung in unserer Umwelt führen zu einer verstärkten Lichteinstrahlung und zu mehr Lichtschäden an der Haut.

Warum führt das Sonnenlicht zu Hautschäden?
Dr. Kasten: Das Sonnenlicht besteht unter anderem aus UVA und UVB Licht. Beide Lichtanteile können Hautkrebs auslösen. UVA Licht führt außerdem zu Falten. Das UVB Licht ist für das Entstehen von Sonnenbränden verantwortlich. UVA und UVB Licht führen zu einem Schaden an der Erbsubstanz der Hautzellen, so dass die Zellen entarten können und bösartige Tumore entstehen.
Deshalb ist ein guter Lichtschutz dringend erforderlich.

Wie schütze ich mich vor Sonnenschäden?
Dr. Kasten: Am besten ist es, wenn man die Mittagssonne im Freien meidet und sich mit Textilien und mit einem Hut vor der Sonne schützt. Auf die unbekleidete Haut wird eine Sonnenschutzcreme aufgetragen. Eine gute Sonnenschutzcreme muss vor UVA Licht und vor UVB Licht schützen.

Welchen Lichtschutz soll ich verwenden?
Dr. Kasten: Man unterscheidet organische Lichtschutzfaktoren und physikalische
Lichtschutzmittel. Nano-Partikel in physikalischen Sonnenschutzcremes, die als Titandioxid oder Zinkoxid vorhanden sind, durchdringen die Haut nicht und sind gemäß einer Einschätzung der Gesundheitsbehörden unbedenklich. Auch die in Deutschland zugelassenen organischen Lichtschutzfilter sind als sicher von den Behörden getestet. Kinder und Erwachsene sollten einen Lichtschutzfaktor zwischen 30 und 50 verwenden. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihren passenden Lichtschutzfaktor ermitteln.
Babys unter sechs Monaten sollten der direkten Sonne gar nicht ausgesetzt werden.

Wieviel Sonnenschutzcreme muß ich auftragen?
Dr. Kasten: Die Menge, die für einen guten Sonnenschutz erforderlich ist, liegt bei etwa 20-30 ml für eine durchschnittlich große Person. Alle 2 Stunden und nach dem Schwimmen sollte der Lichtschutz erneut aufgetragen werden, selbst wenn der Lichtschutzfaktor als „wasserfest“ gekennzeichnet ist.