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Vorsicht vor Sonnenbrand bei Selbstbräunern

Forscher haben jetzt herausgefunden dass Frauen, die Selbstbräuner verwenden, ein höheres Risiko für Sonnenbrände hatten. Zwar hatten die Frauen ein höheres Risikobewusstsein gegenüber Sonnenlicht und UV-Schäden der Haut, ihnen war jedoch nicht immer bewusst, dass Selbstbräuner keinen langdauernden Sonnenschutz bieten.
Manche Selbstbräuner beinhalten zwar einen Lichtschutzfaktor, dieser lässt jedoch meist nach einigen Stunden bereits stark nach. Dann ist die chemisch gebräunte Haut gegenüber der Sonne wieder genauso empfindlich wie vor dem Auftragen der Selbstbräuners.

Fazit: Auch bei der Verwendung von Selbstbräunern sollte eine Sonnenschutzcreme aufgetragen werden, um Lichtschäden vorzubeugen.

Quelle: Russo VA et al Arch Dermatol 2012, 148:855

So schützen Sie sich richtig vor zuviel Sonne

Dr. Kasten: Viele Menschen haben schon bemerkt, dass das Sonnenlicht auch in Deutschland stärker wird und dass man es in der Mittagszeit kaum längere Zeit in der direkten Sonneneinstrahlung aushält. Die klimatischen Veränderung in unserer Umwelt führen zu einer verstärkten Lichteinstrahlung und zu mehr Lichtschäden an der Haut.

Warum führt das Sonnenlicht zu Hautschäden?
Dr. Kasten: Das Sonnenlicht besteht unter anderem aus UVA und UVB Licht. Beide Lichtanteile können Hautkrebs auslösen. UVA Licht führt außerdem zu Falten. Das UVB Licht ist für das Entstehen von Sonnenbränden verantwortlich. UVA und UVB Licht führen zu einem Schaden an der Erbsubstanz der Hautzellen, so dass die Zellen entarten können und bösartige Tumore entstehen.
Deshalb ist ein guter Lichtschutz dringend erforderlich.

Wie schütze ich mich vor Sonnenschäden?
Dr. Kasten: Am besten ist es, wenn man die Mittagssonne im Freien meidet und sich mit Textilien und mit einem Hut vor der Sonne schützt. Auf die unbekleidete Haut wird eine Sonnenschutzcreme aufgetragen. Eine gute Sonnenschutzcreme muss vor UVA Licht und vor UVB Licht schützen.

Welchen Lichtschutz soll ich verwenden?
Dr. Kasten: Man unterscheidet organische Lichtschutzfaktoren und physikalische
Lichtschutzmittel. Nano-Partikel in physikalischen Sonnenschutzcremes, die als Titandioxid oder Zinkoxid vorhanden sind, durchdringen die Haut nicht und sind gemäß einer Einschätzung der Gesundheitsbehörden unbedenklich. Auch die in Deutschland zugelassenen organischen Lichtschutzfilter sind als sicher von den Behörden getestet. Kinder und Erwachsene sollten einen Lichtschutzfaktor zwischen 30 und 50 verwenden. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihren passenden Lichtschutzfaktor ermitteln.
Babys unter sechs Monaten sollten der direkten Sonne gar nicht ausgesetzt werden.

Wieviel Sonnenschutzcreme muß ich auftragen?
Dr. Kasten: Die Menge, die für einen guten Sonnenschutz erforderlich ist, liegt bei etwa 20-30 ml für eine durchschnittlich große Person. Alle 2 Stunden und nach dem Schwimmen sollte der Lichtschutz erneut aufgetragen werden, selbst wenn der Lichtschutzfaktor als „wasserfest“ gekennzeichnet ist.

Was hilft bei Pigmentflecken im Gesicht?

Dr. Kasten: Nicht selten treten bei Frauen im Bereich der Stirne, an den Wangen und am Kinn dunkel pigmentiertes Flächen auf. Man nennt diese Hautveränderung Melasma oder Chloasma. Verursacht werden diese Veränderungen durch UV Licht der Sonne oder des Solariums, wenn die Pigmentzellen der Haut (Melanozyten) stimuliert werden. Die Bereitschaft, ein Melasma zu entwickeln steigt an, wenn Östrogen-haltige Medikamente, wie zum Beispiel die Antibabypille eingenommen werden.

Außer der Meidung des UV Lichtes können die verstärkten Pigmentierungen mit Cremes oder mit Laser behandelt werden. Wirksame Inhaltsstoffe von Cremes sind Hydrochinon, Azelainsäure oder Fruchtsäuren in chemischen Peelings. Diese Behandlungen erfolgen oft über einen Zeitraum von vielen Wochen, bis ein Erfolg zu sehen ist.
Einen schnelleren Effekt kann man mit einer Laserbehandlung erreichen. Hier werden fraktionierte Laser oder IPL-Lichtquellen mit Erfolg eingesetzt. Es ist ganz wichtig, dass während einer Behandlung der Pigmentierungen ein konsequenter Lichtschutz mit Sunblocker erfolgt. Das Solarium sollte natürlich auch gemieden werden.