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Sonne meiden so gefährlich wie Rauchen?

Ist es so gefährlich wie Rauchen, wenn man die Sonne meidet? Derzeit stellt eine schwedische Studie die in dem skandinavischen Land verbreitete Ansicht in Frage, daß die Sonne so weit wie möglich gemieden werden sollte. Eine Forschergruppe des renommierten Karolinska-Institut hat im Rahmen einer Untersuchung an fast 30.000 Frauen über 20 Jahren herausgefunden, daß Nichtraucherinnen, die die Sonne mieden, die gleiche Lebenserwartung hatten wie Raucherinnen, die sich der Sonne aussetzen.

Schützende Wirkung der Sonne

Die Sonne kann das Leben verlängern

Die Sonne kann das Leben verlängern

In der Untersuchung fand sich zudem eine schützende Wirkung der Sonne vor Herz-Kreislauferkrankungen,  Diabetes mellitus, Multiple Sklerose und Lungenerkrankungen.

Das Risiko an Hautkrebs zu erkranken stieg bei den Frauen, die sich der Sonne aussetzten zwar auch an, aber die Hautkrebserkrankungen hatten eine bessere Prognose.

Dr. Lindquist vom Karolinska-Institut, der an der Studie beteiligt war, stellte fest, dass in Schweden drei große Lifestyle Faktoren vorhanden sind, die die Gesundheit negativ beeinflussen: „Rauchen, Übergewicht und körperliche Inaktivität“. Jetzt sei ein vierter Risikofaktor hinzugekommen: „die Sonne zu meiden“.

Schützt die Sonne durch die Bildung von Vitamin D?

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Vitamin D – das sollten Sie wissen

Vitamin D-Mangel durch Sonnenmangel?

Vor kurzem sorgte eine Untersuchung in den USA für Aufsehen. Nur 20 Prozent einer Gruppe von Footballspielern der National Football League hatten normale Vitamin D – Werte. Diese Spieler hatten deutlich weniger Verletzungen als ihre Kameraden, die zuwenig Vitamin D aufwiesen.
Ein Vitamin D-Mangel wird von den Betroffenen oft nicht bemerkt. Das ist gefährlich, den ein Mangel an dem lebenswichtigen Vitamin D kann zu bedrohlichen Schäden führen.
Bei Kindern zeigt sich als Folge einer starken Unterversorgung eine Rachitis, bei der die Skelettknochen langsam und krumm wachsen.
Bei Erwachsenen können Muskel- und Gelenkschmerzen oder sogar ein Mineralverlust des Knochens auftreten.
Vitamin D3 ist in Fischfett enthalten oder wird in der Haut unter dem Einfluss von Sonnenlicht hergestellt. Vitamin D2 wird aus Hefen gewonnen und kann als Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden.
Um einen normalen Blutspiegel an Vitamin D zu erhalten sollten 1000 IU (Internationale Einheiten) pro Tag zugeführt werden.

Wer leidet unter einem Vitamin D- Mangel?

Dr. med. Kasten: In medizinischen Untersuchungen zeigte sich, dass nicht nur ältere und pflegebedürftige Menschen über zu wenig Vitamin D verfügen, sondern auch junge Menschen und ansonsten Gesunde.

Vor welchen Krankheiten schützen volle Vitamin D -Speicher?

Dr. med. Kasten: Menschen, die über ausreichend Vitamin D verfügen stürzen seltener und leiden weniger unter Knochenbrüchen. Aufsehen erregende Studien haben gezeigt, dass Vitamin D Mangel das Risiko für Brust-, Prostata- und Dickdarmkrebs ansteigen lässt.

Außerdem finden sich Hinweise, dass Vitamin D vor Diabetes schützen kann.

Wie entsteht ein Vitamin D-Mangel?

Dr. med. Kasten: Zu wenig Sonnenlicht und Störungen bei der Aufnahme von Vitamin D führen am häufigsten zu einem Vitamin D Mangel.

Wie diagnostiziert man einen Vitamin D Mangel?

Dr. med. Kasten: Man kann die Menge des im Körper vorhandenen Vitamin D bei einer einfachen Blutuntersuchung bestimmen. Die Werte des 25 Hydroxyvitamin D sollten zwischen 30 und 60 ng/ml liegen.

Sonnenlicht ist also wichtig für unsere Gesundheit aber natürlich kann Sonnenlicht auch Hautkrebs verursachen. Wie soll man sich also verhalten?

Dr. med. Kasten: Wir empfehlen eine Hautuntersuchung, um festzustellen ob gefährliche Hautmale vorliegen. Kontrollbedürftige Hautmale können mit dem Computerscan dokumentiert werden, so dass Veränderungen sicher zu erkennen sind. Wenn keine gefährlichen Hautmale vorliegen, kann eine Besonnung im Rahmen der natürlichen Eigenschutzzeit oder mit dem erforderlichen Lichtschutzfaktor erfolgen. Sinnvoll ist auch die Bestimmung des Vitamin D- Spiegels um einen Mangel ggf. auch mit Vitamin D- Tabletten zu beheben.