| Fakten | |
|---|---|
| Behandlungsdauer | 20-40 Minuten |
| Betäubung | örtliche Betäubung |
| Gesellschaftsfähigkeit | Verband, ggf. Sorglospflaster |
| Nachsorge | 14 Tage Verzicht auf Sauna, Sport und Schwimmen |
| Kosten | ab etwa 400 EUR, je nach Aufwand |
Talgzysten am behaarten Kopf lassen sich oft über eine kleine Öffnung entfernen. Die Haare müssen dafür in den allermeisten Fällen nicht rasiert werden. Ablauf, Eignung und Grenzen des Verfahrens.
Zysten in der Haut des Hodensacks sind meist harmlos, stören aber oft. Die Entfernung erfolgt in örtlicher Betäubung, die Naht meist mit selbstauflösenden Fäden.
Ein Atherom ist ein gutartiger, abgekapselter Knoten unter der Haut. Er entsteht meist aus einem verstopften Haarfollikel: Talg und Hornmaterial können nicht mehr abfließen, sammeln sich in einem kleinen Säckchen und dehnen es über Monate oder Jahre langsam auf. Im Inneren befindet sich eine weiche, oft übel riechende Masse. Je nach Ursprung unterscheidet man die Epidermalzyste (auch Epidermoidzyste), die vor allem im Gesicht, am Hals und am Rumpf vorkommt, und die Trichilemmalzyste, die typischerweise am behaarten Kopf sitzt. Im Alltag werden beide meist als Atherom, Talgzyste oder Grützbeutel bezeichnet.

Im Ultraschall zeigt sich ein Atherom als rundliche bis ovale, scharf begrenzte Struktur in der Haut oder direkt darunter. Der Inhalt erscheint meist etwas dunkler als das umgebende Gewebe, die Kapsel und die darunterliegende Muskelschicht lassen sich gut abgrenzen. So kann ein Arzt ein Atherom in der Regel gut von einem Lipom oder anderen Knoten unterscheiden und die Operation genauer planen, zum Beispiel die Länge des Schnitts.

Entscheidend für das Wiederauftreten ist die Zystenwand. Solange sie in der Haut verbleibt, bildet sie neuen Inhalt nach. Ausdrücken oder bloßes Aufschneiden entleert die Zyste deshalb nur vorübergehend, meist füllt sie sich innerhalb von Wochen oder Monaten erneut. Eine dauerhafte Lösung bietet in aller Regel nur die operative Entfernung des gesamten Zystensacks. Je kleiner und reizloser ein Atherom ist, desto kleiner kann meist auch der Schnitt ausfallen.
Am besten lässt sich eine Talgzyste entfernen, wenn sie nicht entzündet ist. Dann ist die Kapsel gut abgrenzbar und kann meist in einem Stück herausgelöst werden. Ist das Atherom gerötet, geschwollen und schmerzhaft, behandelt ein Arzt zunächst die Entzündung. Bei einem Abszess wird der Eiter über einen kleinen Schnitt entlastet. Die Kapsel wird dann nach dem Abklingen entfernt, oft einige Wochen später. Dieses Vorgehen in zwei Schritten erscheint umständlicher, führt aber meist zu einer kleineren Narbe und senkt das Risiko, dass die Zyste wiederkommt.
Am behaarten Kopf kommt für viele Zysten das sogenannte Dana-Verfahren in Frage. Dabei wird die Zyste über einen sehr kleinen Zugang entfernt, ohne dass die Haare in der Umgebung rasiert werden müssen. Zurück bleibt in der Regel eine feine Narbe, die im Haar kaum auffällt. Ob sich eine Zyste dafür eignet, hängt unter anderem von ihrer Größe ab und davon, ob sie schon einmal entzündet war. Ausführlich beschreiben wir das Verfahren auf der Seite Dana-Verfahren.
Sehr selten beginnt die Wand einer Zyste, selbst zu wuchern. Man spricht dann von einer proliferierenden Trichilemmalzyste, in der Fachliteratur auch proliferierender trichilemmaler Tumor genannt, oder, wenn sie von einer Epidermalzyste ausgeht, von einer proliferierenden Epidermalzyste. Die proliferierende Trichilemmalzyste findet sich meist am behaarten Kopf, überwiegend bei Frauen in höherem Alter. Typisch ist ein Knoten, der über Jahre unauffällig war und dann deutlich wächst, sich verhärtet, eine lappige Oberfläche bekommt oder aufbricht.
Die meisten dieser Veränderungen sind gutartig. Sie wachsen allerdings verdrängend und können nach einer unvollständigen Entfernung wiederkommen. In seltenen Fällen entwickelt sich daraus eine bösartige Form, der maligne proliferierende trichilemmale Tumor, der auch Absiedelungen bilden kann. Unter dem Mikroskop ähneln diese Tumoren einem Plattenepithelkarzinom (Spinaliom). Deshalb ist die feingewebliche Untersuchung durch einen erfahrenen Dermatohistopathologen entscheidend.
Meist wird eine proliferierende Zyste erst bei der feingeweblichen Untersuchung nach der Entfernung entdeckt, also als Zufallsbefund. Dann kann eine Nachexzision erforderlich sein, bei der die Stelle noch einmal mit einem Sicherheitsabstand im gesunden Gewebe ausgeschnitten wird. Das ist auch der Grund, weshalb jede entfernte Zyste feingeweblich untersucht werden muss. Anschließend sind regelmäßige Kontrollen sinnvoll. Wenn eine Zyste am Kopf nach Jahren plötzlich wächst, hart wird oder blutet, sollten Sie sie deshalb zeitnah ärztlich untersuchen lassen.
Jeder Schnitt hinterlässt eine Narbe. Wie sichtbar sie wird, hängt von der Körperstelle, der Größe der Zyste, früheren Entzündungen und Ihrer persönlichen Heilungsneigung ab. Im Gesicht und am Kopf heilen Wunden meist sehr gut, am Rücken und an den Schultern werden Narben dagegen häufiger etwas breiter. In den ersten Tagen nach dem Eingriff sind eine leichte Schwellung und ein Spannungsgefühl normal. Sauna, Sport und Schwimmen sollten Sie für etwa zwei Wochen meiden, damit die Wunde in Ruhe verheilen kann. Nach vollständiger Entfernung kommt eine Zyste an derselben Stelle nur selten wieder, ausschließen lässt sich das aber nicht in jedem Fall.
Zwei vertiefende Artikel: Atherom (Talgzyste) entfernen in Mainz: Behandlung und Heilung und Infizierte Talgzyste: Abwarten oder aufschneiden?.
Beratung und Untersuchung
Entfernung in örtlicher Betäubung
Entfernung der Fäden
Eine Talgzyste entsteht, wenn der Talg aus den Talgdrüsen nicht abfließen kann. Dann dehnen sich die Talgdrüsen stark auf und bilden den festen Knoten unter oder in der Haut. Die Neigung zur Atheromen ist oft vererbt.
Weitere Gründe für die Entstehung von Atheromen:
Ja, in unserer Praxis bieten wir das sogenannte Dana-Verfahren zur Entfernung von Talgzysten am Kopf an. Die Besonderheit dieser Methode ist, dass nur ein kleiner Zugang erforderlich ist, um auch größere Zysten besonders schonend zu entfernen. Dadurch bleibt die Narbe in der Regel sehr klein und unauffällig.
Der Eingriff erfolgt in örtlicher Betäubung, ist für den Patienten schmerzfrei und dauert meist nur wenige Minuten.
Ob das Dana-Verfahren in Ihrem Fall eingesetzt werden kann, klären wir bei einer individuellen Voruntersuchung in unserer Praxis. Mehr dazu auf unserer Seite Dana-Verfahren.