| Fakten | |
|---|---|
| Geeignet für | Talgzysten (Atherome) am behaarten Kopf, auch an anderen Körperstellen |
| Betäubung | örtliche Betäubung |
| Rasur | in den allermeisten Fällen nicht erforderlich |
| Behandlungsdauer | meist wenige Minuten |
| Nachsorge | etwa 14 Tage Verzicht auf Sauna, Sport und Schwimmen, Fadenzug am Kopf nach etwa 14 Tagen |
| Kosten | ab etwa 490 EUR |
Talgzysten, medizinisch Atherome oder Trichilemmalzysten, sitzen besonders häufig am behaarten Kopf. Bei der klassischen Operation wird die Zyste mitsamt der darüberliegenden Haut spindelförmig umschnitten und herausgelöst. Dafür müssen die Haare in der Umgebung meist rasiert werden, und der Schnitt ist in der Regel etwas länger als die Zyste groß ist.
Das Dana-Verfahren geht einen anderen Weg. Die Zyste wird nicht umschnitten, sondern nur über eine kleine Öffnung an der Oberfläche eröffnet. Durch diese Öffnung wird zunächst der Inhalt entleert. Anschließend wird die leere Zystenwand mit einer feinen Pinzette oder einem anderen Greifinstrument gefasst und herausgezogen. Weil der Zugang so klein ist, ist das Rasieren der Haare in den allermeisten Fällen nicht erforderlich.

Vor dem Eingriff untersuchen wir die Zyste und klären, ob sie sich für das Verfahren eignet. Am Tag der Behandlung wird die Haut desinfiziert und örtlich betäubt. Rasiert werden muss in den allermeisten Fällen nicht. Die Haare werden nur zur Seite gelegt, damit die Stelle gut zugänglich ist. Dann wird die Zyste eröffnet, ihr Inhalt herausgedrückt und die Zystenwand herausgelöst. Entscheidend ist, dass die Wand möglichst vollständig entfernt wird, denn sie ist die Ursache dafür, dass sich eine Zyste immer wieder füllt. Der eigentliche Eingriff dauert meist nur wenige Minuten. Anschließend wird die kleine Wunde im Allgemeinen mit wenigen Fäden verschlossen. Sie können die Praxis in der Regel direkt danach verlassen. Am Kopf werden die Fäden nach etwa 14 Tagen gezogen.
Am besten eignet sich das Dana-Verfahren für Talgzysten, die nicht entzündet sind und auch früher nicht entzündet waren. Dann liegt die Zystenwand locker im Gewebe und lässt sich gut über die kleine Öffnung herausziehen. Das Verfahren ist vor allem am behaarten Kopf beliebt, kann aber auch an anderen Körperstellen eingesetzt werden, etwa am Rücken. Ob es in Ihrem Fall in Frage kommt, hängt von der Größe, der Lage und der Vorgeschichte der Zyste ab.
Bei sehr großen Zysten am Kopf lässt sich das Dana-Verfahren nicht sinnvoll einsetzen. Der Zystensack ist dann zu groß, um durch eine kleine Öffnung zu passen. Außerdem hat die Zyste die Kopfhaut über ihr meist schon so stark gedehnt, dass dort eine haarlose Stelle entstanden ist. Diese haarlose Haut wird besser mit einer kleinen Spindel entfernt, also mit der klassischen Operation.
Beide Verfahren haben dasselbe Ziel: die Zyste samt ihrer Wand vollständig zu entfernen. Das Dana-Verfahren hat den Vorteil, dass der Zugang kleiner ist, die Haare in den allermeisten Fällen nicht rasiert werden müssen und die Narbe in der Regel kleiner ausfällt. Die klassische Operation ist dagegen oft die bessere Wahl, wenn eine Zyste sehr groß ist und über ihr bereits eine haarlose Stelle entstanden ist, oder wenn sie schon mehrfach entzündet war und ihre Wand mit dem umgebenden Gewebe verwachsen ist. In diesen Fällen lässt sich die Wand über eine kleine Öffnung nicht mehr sicher vollständig herauslösen.
Auch beim Dana-Verfahren bleibt eine kleine Narbe zurück. Sie liegt allerdings im Haar und fällt meist kaum auf. Gelegentlich reißt die dünne Zystenwand beim Herausziehen. Dann müssen die Reste sorgfältig einzeln entfernt werden, und in manchen Fällen ist es sinnvoll, den Zugang etwas zu erweitern. Bleiben Teile der Wand in der Haut zurück, kann sich die Zyste erneut bilden. Seien wir offen: Eine Garantie, dass eine Zyste nie wiederkommt, gibt es bei keinem Verfahren. Besteht der Verdacht auf eine wuchernde Zyste, eine sogenannte proliferierende Trichilemmalzyste, kommt das Dana-Verfahren nicht in Frage. Sie wird vollständig mit Sicherheitsabstand entfernt.
Mehr zu Ursachen, Entzündungen und zur klassischen Operation lesen Sie auf unserer Seite Atherom (Talgzyste) entfernen lassen. Was bei einer entzündeten Zyste zu tun ist, beschreibt der Beitrag Infizierte Talgzyste: Abwarten oder aufschneiden?. Nicht jeder Knoten am Kopf ist eine Zyste: Weiche, verschiebliche Knoten sind oft Lipome. Zysten am Hodensack behandeln wir auf der Seite Skrotalzysten.
Beratung und Untersuchung
Entfernung in örtlicher Betäubung
Entfernung der Fäden