| Fakten | |
|---|---|
| Häufigkeit | häufigste Krebserkrankung in Deutschland, meist ab dem mittleren Lebensalter |
| Formen | heller Hautkrebs (Basaliom, Spinaliom) mit der Vorstufe aktinische Keratose, schwarzer Hautkrebs (Melanom) |
| Anzeichen | neues oder sich veränderndes Hautmal, rötliche, krustige Stelle oder Wunde, die nicht abheilt |
| Hauptursache | UV-Strahlung, dazu Veranlagung und ein geschwächtes Immunsystem |
| Behandlung | meist ambulante Operation, im Gesicht mikrographisch kontrolliert, bei Vorstufen und oberflächlichen Formen auch FRAX-PDT |
| Heilungschancen | früh erkannt sehr gut |
Hautkrebs ist ein Sammelbegriff für bösartige Tumoren der Haut. Er ist in Deutschland die häufigste Krebserkrankung überhaupt, und die Zahl der Erkrankungen ist in den letzten Jahrzehnten deutlich gestiegen. Ein Grund ist, dass die Generation, die in den 1970er und 1980er Jahren ohne ausreichenden Sonnenschutz in die Sonne ging, heute in dem Alter ist, in dem Hautkrebs gehäuft auftritt.
Die gute Nachricht: Hautkrebs entsteht an der Oberfläche und ist deshalb sichtbar. Früh erkannt lässt er sich in aller Regel gut behandeln, meist mit einem kleinen ambulanten Eingriff.
Man teilt Hautkrebs vereinfacht in zwei Gruppen ein. Der helle oder weiße Hautkrebs heißt so, um ihn vom schwarzen Hautkrebs abzugrenzen. Hell sieht er allerdings selten aus, sondern eher rötlich, schuppend, krustig oder knotig.
Daneben gibt es seltene Formen wie das Merkelzellkarzinom, das sich meist als rasch wachsender, rötlicher Knoten zeigt.
Verdächtig ist jede Hautveränderung, die neu auftritt, wächst oder sich verändert. Bei Muttermalen hilft die ABCDE-Regel: Asymmetrie, unregelmäßige Begrenzung, mehrere Farben, ein Durchmesser über fünf Millimeter und eine Entwicklung über die Zeit. Heller Hautkrebs zeigt sich dagegen meist als rötliche, schuppende oder krustige Stelle, als glasiges Knötchen mit feinen Äderchen oder als kleine Wunde, die immer wieder blutet und nicht abheilt. Eine solche Stelle, die nach einigen Wochen nicht verschwunden ist, sollte ein Hautarzt anschauen. Mehr zu harmlosen und auffälligen Pigmentmalen finden Sie auf unserer Seite zu Muttermalen.
Die wichtigste Ursache ist die UV-Strahlung aus Sonne und Solarium. Beim hellen Hautkrebs zählt vor allem die Sonne, die sich über Jahrzehnte aufsummiert, beim Melanom eher Sonnenbrände, besonders in Kindheit und Jugend. Ein erhöhtes Risiko haben außerdem:
Manche Medikamente, zum Beispiel das Entwässerungsmittel Hydrochlorothiazid, machen die Haut lichtempfindlicher und können das Risiko für hellen Hautkrebs erhöhen.
Bei der Hautkrebsvorsorge untersucht ein Hautarzt die gesamte Haut von Kopf bis Fuß und beurteilt auffällige Stellen mit dem Dermatoskop. Bei vielen Muttermalen hilft die digitale Verlaufskontrolle mit Intellimago. Besteht ein Verdacht, wird die Stelle entfernt oder eine Gewebeprobe entnommen und feingeweblich untersucht. Zwischen den Terminen hilft es, die eigene Haut etwa einmal im Monat selbst anzuschauen.
Die wichtigste Behandlung ist die Operation. Welches Verfahren passt, hängt von der Form, der Größe und der Lage des Tumors ab.
Aktinische Keratosen lassen sich außerdem mit Cremes, Vereisung, Radiowellen oder Chemokaustik behandeln. Beim Melanom wird nach der Entfernung mit einem Sicherheitsabstand nachoperiert, und in höheren Stadien kommen zusätzliche Medikamente in Frage, die in Hauttumorzentren geplant werden.
Nach einem Hautkrebs sind regelmäßige Kontrollen wichtig. Zum einen kann ein Tumor an derselben Stelle wiederkommen, zum anderen besteht ein erhöhtes Risiko für weiteren Hautkrebs an anderer Stelle. Wie oft kontrolliert wird, hängt von der Form und vom Risiko ab. Ein konsequenter Sonnenschutz gehört dauerhaft dazu. Tipps finden Sie in unserem Sonnenschutz-Ratgeber.
Untersuchung der Haut mit dem Dermatoskop
Entfernung oder Gewebeprobe in örtlicher Betäubung
Feingeweblicher Befund und Besprechung der weiteren Behandlung
Regelmäßige Nachsorge und Vorsorge