| Fakten | |
|---|---|
| Behandlungsdauer | abhängig von Anzahl und Größe der Zysten |
| Betäubung | örtliche Betäubung |
| Naht | meist selbstauflösende Fäden, in der Regel kein Fadenzug |
| Nachsorge | etwa 14 Tage Verzicht auf Sauna, Sport und Schwimmen |
| Kosten | ab etwa 500 EUR |
Skrotalzysten sind kleine, gutartige Zysten in der Haut des Hodensacks. Medizinisch handelt es sich meist um Epidermalzysten, also um dieselbe Art von Zysten, die als Atherom oder Talgzyste auch am Rücken, im Gesicht oder am Kopf vorkommen. Zysten am Hodensack zeigen sich als feste, glatte Knötchen, die oft gelblich weiß durch die dünne Haut schimmern. Sie können wenige Millimeter bis über einen Zentimeter groß werden, und häufig finden sich mehrere Zysten gleichzeitig.
Im Inneren jeder Zyste sammelt sich Hornmaterial, das von der Zystenwand gebildet wird. Manchmal tritt es durch eine feine Pore an der Oberfläche aus. Weil die Wand ständig neues Material nachbildet, werden Skrotalzysten mit der Zeit eher größer als kleiner.

Skrotalzysten sind gutartig. Sie liegen in der Haut des Hodensacks und haben mit dem Hoden selbst nichts zu tun. Anders ist es bei Schwellungen oder Verhärtungen, die vom Hoden ausgehen oder tiefer im Hodensack liegen. Sie sollten Sie immer zeitnah ärztlich abklären lassen, gegebenenfalls auch beim Urologen. Ob ein Knoten in der Haut oder tiefer liegt, lässt sich bei der Untersuchung meist rasch feststellen.
Viele Männer empfinden Zysten am Hodensack als störend, unangenehm oder peinlich. Hinzu kommt, dass sich die Zysten durch Reibung und Schwitzen immer wieder entzünden können. Sie werden dann rot, schmerzhaft und können aufbrechen. Eine Salbe oder Tabletten lassen Skrotalzysten nicht verschwinden, und auch Ausdrücken hilft nur vorübergehend, weil die Zystenwand in der Haut verbleibt. Eine dauerhafte Lösung bietet in aller Regel nur die operative Entfernung der Zyste samt ihrer Wand.
Die Entfernung von Skrotalzysten läuft im Prinzip genauso ab wie die Entfernung einer Talgzyste am Körper. Nach der örtlichen Betäubung wird die Zyste über einen kleinen Schnitt samt ihrer Wand herausgelöst. Ob alle Zysten in einer Sitzung entfernt werden können, hängt von ihrer Anzahl und Größe ab.
Einen Unterschied gibt es bei der Naht: Am Hodensack verwenden wir auch für die oberflächliche Naht in den meisten Fällen selbstauflösendes Nahtmaterial. Es löst sich innerhalb einiger Wochen von selbst auf, ein Fadenzug ist dann nicht nötig. Löst sich ein Faden nicht vollständig auf, können wir ihn bei uns in der Praxis entfernen.
Die Haut des Hodensacks ist gut durchblutet und heilt meist rasch. In den ersten Tagen sind eine Schwellung und kleine Blutergüsse allerdings häufig, weil das Gewebe dort sehr locker ist. Kühlen und gut sitzende Unterwäsche können die Beschwerden lindern. Sauna, Sport und Schwimmen sollten Sie für etwa zwei Wochen meiden, damit die Wunden in Ruhe verheilen können. Die kleinen Narben verschwinden meist in der natürlichen Fältelung der Haut.
Mehr zu Talgzysten an anderen Körperstellen lesen Sie auf unserer Seite Atherom (Talgzyste) entfernen lassen, zu Zysten am behaarten Kopf auf der Seite Dana-Verfahren.
Beratung und Untersuchung
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