| Fakten | |
|---|---|
| Betäubung | örtliche Betäubung, bei größeren Flächen Tumeszenzanästhesie |
| Aufenthalt | ambulant, Sie gehen nach dem Eingriff nach Hause |
| Dauer | je nach Eingriff etwa eine halbe bis eineinhalb Stunden |
| Fäden | im Gesicht nach etwa fünf bis acht Tagen, am Körper nach zehn bis vierzehn Tagen, an den Füßen nach zweieinhalb bis drei Wochen |
| Schonung | kein Sport, kein Schwimmbad und keine Sauna, bis die Fäden gezogen sind |
Ja, in den allermeisten Fällen. Basaliome, Spinaliome und Melanome in frühen Stadien lassen sich in örtlicher Betäubung entfernen, und Sie gehen nach dem Eingriff wieder nach Hause. Eine Vollnarkose ist nur selten nötig. Auch wer blutverdünnende Medikamente einnimmt, kann meist ambulant operiert werden. Diese Medikamente sollten allerdings nie eigenmächtig abgesetzt werden, das wird vorher mit einem Arzt besprochen.
Ein Krankenhausaufenthalt kann sinnvoll sein, wenn der Tumor sehr groß ist oder tief reicht oder wenn schwere Allgemeinerkrankungen, etwa des Herz-Kreislauf-Systems, eine Überwachung nach dem Eingriff erfordern.
Bei kleinen, oberflächlichen Formen von hellem Hautkrebs kommt manchmal auch eine Behandlung ohne Schnitt in Frage, zum Beispiel die FRAX-PDT. Die Operation bleibt aber das sicherste Verfahren, weil nur dabei feingeweblich geprüft werden kann, ob der Tumor vollständig entfernt ist.
Die Injektion der örtlichen Betäubung ist für viele der unangenehmste Moment. Dafür gibt es einige Kniffe: Das Betäubungsmittel wird direkt vor der Injektion auf den natürlichen pH-Wert der Haut gepuffert, dadurch brennt es deutlich weniger. Während der Injektion werden die Hautnerven abgelenkt, sodass man den Einstich kaum spürt. Auf Wunsch kann vorher zu Hause eine betäubende Creme aufgetragen werden. Größere Flächen lassen sich mit der Tumeszenzanästhesie schonend betäuben. Dabei wird eine stark verdünnte Betäubungslösung in größerer Menge eingebracht, ohne den Körper stark zu belasten.
Bei der Entfernung von Hautkrebs stehen drei Ziele in einer festen Reihenfolge. Am wichtigsten ist, dass der Tumor vollständig entfernt wird. Deshalb wird er mit einem Sicherheitsabstand aus gesund wirkender Haut herausgeschnitten und das Gewebe anschließend feingeweblich untersucht. Bei Basaliomen im Gesicht und bei hohem Rückfallrisiko wird die mikrographisch kontrollierte Chirurgie eingesetzt, bei der alle Schnittränder lückenlos geprüft werden, bevor die Wunde verschlossen wird. An zweiter Stelle steht die Funktion, etwa die Nasenatmung oder der Lidschluss. An dritter Stelle steht das kosmetische Ergebnis.
Viele sind überrascht, dass die Naht deutlich länger ist als der Tumor. Das hat einen Grund: Die Wunde wird spindelförmig angelegt, etwa dreimal so lang wie breit. Nur so legt sich die Haut an den Enden glatt an, ohne dass Hautwülste stehen bleiben. Misst der Tumor mit Sicherheitsabstand etwa einen Zentimeter im Durchmesser, wird die Naht also etwa drei Zentimeter lang. Die Schnitte werden möglichst entlang der natürlichen Hautlinien gelegt, damit die Narbe später wenig auffällt.
Wir operieren so, dass die Wunde möglichst gut heilt und dadurch eine möglichst unauffällige Narbe entsteht. Eine feine Narbe lässt sich allerdings nicht in jedem Fall garantieren. An manchen Körperstellen, etwa am Rücken und im Schulterbereich, werden Narben durch den Zug der Haut häufig breiter. An den Unterschenkeln kommt es häufiger zu Wundheilungsstörungen.

Kleine Wunden werden direkt vernäht, oft nachdem die Haut zu beiden Seiten etwas gelöst wurde. Im Gesicht reicht eine einfache Naht häufig nicht aus, ohne dass sich Nasenflügel, Lid oder Lippe verziehen. Dann wird die Wunde mit einer Lappenplastik oder einem Hauttransplantat verschlossen. Wie das im Einzelnen funktioniert, zeigen wir mit vielen Zeichnungen auf der Seite Lappenplastik und Hauttransplantat.
Am Tag des Eingriffs sollten Sie sich schonen, damit es nicht zu einer Nachblutung kommt. Auf Sport, Schwimmbad und Sauna verzichten Sie bitte, bis die Fäden gezogen sind. Duschen und Haarewaschen sind in der Regel am Tag nach dem Eingriff wieder möglich. Mit einem wasserfesten Pflaster müssen Sie bis zum Fadenzug nichts weiter tun. Reiben Sie nur nicht mit dem Handtuch darüber, sonst löst es sich. Die Wunde sollte nie ungeschützt unter der Kleidung liegen, weil Reibung die Heilung stören kann.
Nach Abklingen der Betäubung kann die Wunde brennen, ziehen oder spannen. Das ist meist gut auszuhalten und lässt sich mit einem gängigen Schmerzmittel behandeln, sofern Sie es vertragen. Am besten nimmt man es ein, sobald sich ein Schmerz aufbaut.
Wann die Fäden gezogen werden, hängt von der Körperstelle und der Wundspannung ab: im Gesicht meist nach fünf bis acht Tagen, am Körper nach zehn bis vierzehn Tagen, an den Füßen nach zweieinhalb bis drei Wochen. Zu früh gezogene Fäden belasten die frische Wunde, zu spät gezogene können Abdrücke in der Haut hinterlassen.
Beim Fadenzug wird in der Regel auch der feingewebliche Befund besprochen. Wer einmal hellen oder schwarzen Hautkrebs hatte, hat ein erhöhtes Risiko für weitere Tumoren. Deshalb sind regelmäßige Kontrollen der gesamten Haut und ein konsequenter Sonnenschutz wichtig. Wie oft kontrolliert wird, hängt von der Art des Hautkrebses ab, beim Basaliom etwa zunächst nach einem halben Jahr und danach meist jährlich.
Untersuchung und Besprechung des Eingriffs
Operation in örtlicher Betäubung
Entfernung der Fäden und Besprechung des feingeweblichen Befunds