| Fakten | |
|---|---|
| Häufigkeit | häufigster Hautkrebs, meist ab dem 50. Lebensjahr |
| Typische Stellen | Nase, Stirn, Ohren, Schläfen und andere sonnenreiche Stellen |
| Anzeichen | glasiges Knötchen mit Äderchen, rötliche schuppende Stelle oder narbenartige Verhärtung, Wunde, die nicht abheilt |
| Behandlung | Operation mit feingeweblicher Kontrolle der Schnittränder, bei hohem Rückfallrisiko mikrographisch kontrolliert |
| Kosten | einzeitige Operation ab etwa 500 EUR, zweizeitiges Vorgehen ab etwa 1.500 EUR |
Bei diesem Verfahren werden die Schnittränder lückenlos unter dem Mikroskop untersucht, bevor die Wunde verschlossen wird. So lässt sich das Basaliom sicher und zugleich gewebeschonend entfernen.
Im Gesicht lässt sich die Wunde nach einer Basaliom-Entfernung oft nicht einfach zunähen. Wie Haut aus der Nachbarschaft verschoben oder verpflanzt wird, damit Form und Funktion erhalten bleiben.
Das Basaliom, fachlich Basalzellkarzinom, ist der häufigste Hautkrebs überhaupt. Es entsteht vor allem dort, wo die Haut über Jahrzehnte viel Sonne abbekommen hat: an der Nase, an der Stirn, an den Ohren und an den Schläfen, seltener an Rücken, Schultern oder Armen. Ein Basaliom wächst langsam und örtlich. Absiedelungen in andere Organe bildet es nur äußerst selten. Lässt man es aber gewähren, dringt es in die Tiefe vor und kann Knorpel, Knochen oder die Umgebung des Auges zerstören. Deshalb sollte jedes Basaliom vollständig entfernt werden.
Der Begriff „heller Hautkrebs“ führt oft in die Irre, denn ein Basaliom sieht selten weiß aus. Typisch ist eine Stelle, die glänzt, nicht innerhalb von vier bis sechs Wochen abheilt oder immer wieder blutet. Ein Arzt kann ein Basaliom meist schon mit dem Dermatoskop gut erkennen. Bei der Diagnose sollte die gesamte Haut untersucht werden, weil nicht selten weitere Basaliome oder Vorstufen von hellem Hautkrebs bestehen.
Die häufigste Form zeigt sich als glasig glänzendes, hautfarbenes bis rötliches Knötchen mit feinen, erweiterten Äderchen an der Oberfläche. Mit der Zeit kann sich in der Mitte eine Kruste oder eine kleine Wunde bilden. Solide Basaliome finden sich besonders häufig an der Nase, in den Augeninnenwinkeln und an der Stirn. Manche bilden Pigment und sehen dann dunkel aus. Mit dem Dermatoskop lassen sie sich meist vom Melanom abgrenzen.

Das oberflächliche Basaliom wächst flach in den oberen Hautschichten und zeigt sich als rötliche, leicht schuppende Stelle. Es tritt häufig am Rumpf auf und wird leicht für ein Ekzem gehalten, das auf entzündungshemmende Cremes jedoch nicht besser wird. Weil es nicht in die Tiefe reicht, kommen hier neben der Operation auch schonendere Verfahren in Frage.

Diese Form sieht aus wie eine kleine, weißliche, leicht eingesunkene Narbe und wird deshalb oft lange übersehen. Unter der Oberfläche wächst sie jedoch mit feinen Ausläufern weit über den sichtbaren Bereich hinaus. Ohne feingewebliche Kontrolle der Schnittränder bleiben leicht Reste zurück. Deshalb wird das sklerodermiforme Basaliom mikrographisch kontrolliert und meist zweizeitig operiert.

Der wichtigste Risikofaktor ist die Sonne, besonders wiederholte Sonnenbrände in Kindheit und Jugend sowie Besuche im Solarium. Ein erhöhtes Risiko haben außerdem Menschen mit heller Haut, ältere Menschen, Menschen nach einer Organtransplantation oder mit einem aus anderen Gründen unterdrückten Immunsystem und alle, die bereits ein Basaliom hatten. Seltener spielen eine frühere Strahlentherapie oder erbliche Erkrankungen eine Rolle. Treten schon in jungen Jahren mehrere Basaliome auf, sollte an eine erbliche Ursache gedacht werden. Mehr dazu lesen Sie im Beitrag Basaliom: Welche Risikofaktoren fördern die Entstehung?
Die Behandlung der ersten Wahl ist die Operation mit feingeweblicher Kontrolle, ob das Basaliom vollständig entfernt wurde. Bei Basaliomen mit geringem Rückfallrisiko, etwa einem kleinen, gut abgegrenzten Basaliom am Rumpf, wird mit einem Sicherheitsabstand von wenigen Millimetern operiert und die Wunde sofort verschlossen. Die Operation erfolgt fast immer ambulant in örtlicher Betäubung.
Ein hohes Rückfallrisiko besteht vor allem bei Basaliomen in der Gesichtsmitte, an Nase, Lidern, Lippen und Ohren, bei größeren Basaliomen, bei unscharfer Begrenzung, beim sklerodermiformen Typ und bei Rückfällen. Hier wird mit der mikrographisch kontrollierten Chirurgie operiert. Dabei werden die Schnittränder lückenlos unter dem Mikroskop untersucht, und die Wunde wird erst verschlossen, wenn sicher ist, dass kein Tumor zurückgeblieben ist. Meist liegt das Ergebnis am Folgetag vor. Für den Verschluss im Gesicht sind oft eine Lappenplastik oder ein Hauttransplantat nötig, damit Nasenflügel, Lid oder Lippe nicht verzogen werden.
Bei kleinen oberflächlichen Basaliomen kann eine Behandlung ohne Schnitt in Frage kommen, vor allem wenn eine Operation ungünstig ist. Dafür eignet sich zum Beispiel die FRAX-PDT, eine photodynamische Therapie, bei der der Wirkstoff zuvor mit einem fraktionierten Laser in die Haut gebracht wird. Außerdem kommen eine Abtragung mit Radiowellen und selten eine Creme mit dem Wirkstoff Imiquimod in Frage. Diese Verfahren sind schonender, allerdings ist das Rückfallrisiko höher als nach einer Operation, weil sich nicht feingeweblich prüfen lässt, ob alles entfernt wurde. Für knotige und sklerodermiforme Basaliome sind sie nicht geeignet.
Wer einmal ein Basaliom hatte, hat ein erhöhtes Risiko für weitere. Die erste Kontrolle erfolgt deshalb in der Regel nach etwa einem halben Jahr, danach meist jährlich. Dabei wird die gesamte Haut untersucht. Ein konsequenter Sonnenschutz im Gesicht und am ganzen Körper gehört dazu: Mittagssonne meiden, schützende Kleidung, Hut und Sonnenbrille tragen und für die übrigen Stellen ein Sonnenschutzmittel verwenden.
Untersuchung mit dem Dermatoskop, bei Bedarf Probeentnahme
Entfernung mit feingeweblicher Kontrolle der Schnittränder
Wundverschluss, bei Bedarf mit Lappenplastik oder Hauttransplantat
Entfernung der Fäden und regelmäßige Kontrollen